INSPIRATION

Inspiriert von einem Ingenieur! – meine kleine Geschichte dazu

In meinem Berufsleben durfte ich sehr viele Menschen kennen lernen. Einer hat mich besonders beeindruckt. In den 90er Jahren war er Präsident einer Landes-Ingenieurkammer und erklärte mir damals, dass er als Ingenieur gewohnt sei, Prozesse rechtzeitig zu planen.


Diese Prozessplanung kennen Sie auch.  Man definiert den Ist-Zustand und ein Ziel. Alles, was dazwischen liegt, ergibt dann den Weg, den man gehen muss. Das hört sich sehr technisch an, ist aber ein guter Weg zum Erfolg.

Diese Vorgehensweise hatte auch meinen Bekannten zu vielen Erfolgen verholfen. Mehr noch: Er hatte die Methode verinnerlicht. Er ging jede Aufgabe auf diese Weise an. Und als er älter wurde, plante er sein Alt-werden. Zu Beginn der 90er Jahre war er damit eine Ausnahme und auch heute - 30 Jahre später - gibt es nur wenige Menschen, die das Alt-werden so bewusst planen.

Mein Bekannter war damals gerade 70 Jahre alt, als er sein Wohnhaus verkaufte und mit seiner Frau vereinbarte, dass sie sich bei jeweils fünf Gegenständen von drei Teilen trennen. Vom Verkauf des überflüssigen Hausrats und des Wohnhauses bezahlten sie eine altersgerechte Wohnung. Den ordentlichen Restbetrag nutzten beide, um mehrere, wunderschöne Reisen zu erleben und Erinnerungen zu sammeln. Bevor größere Gebrechen bei ihnen einsetzten, hatten sie alles auf die zu erwartende Zukunft ausgerichtet und konnten dann besser damit umgehen.

Seine These im Leben war: „Alles planen, damit man es besser läuft“. Seine Weisheit war, nicht nur die Prozesse zu planen, wenn das Leben besser wurde, sondern auch die anderen. Eigentlich einfach, aber genial!


Es ist immer besser, rechtzeitig zu planen. Es ist auch sinnvoll, das Letzte im Leben selbst zu organisieren: Die eigene Beerdigung. Und zwar nicht nur die Beauftragung des Bestatters, sondern mit Trauerrede-Vorsorge auch das Herzstück der Trauerfeier: Die Rede über Sie!